Streit um Medizin-Uni droht zu eskalieren

25. Oktober 2003, 10:30
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Innsbrucker Universitätsrat unter Druck

Innsbruck - Im Streit um den Rektor-Posten der Medizin-Uni Innsbruck kommt nun der Universitätsrat immer mehr unter Druck.

Der Vorsitzende des Gründungskonventes, Raimund Margreiter, hat sich mehrfach für Hans Grunicke als neuen Rektor ausgesprochen. Auch der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa macht sich für Grunicke stark.

Am Montag tagt der Uni-Rat und es ist sehr unwahrscheinlich, dass er sich dieser Personalentscheidung anschließen wird. Grunicke wurde schließlich bereits zweimal abgelehnt. "Mit einem 68-Jährigen kann man keinen Aufbruch an der Universität signalisieren", begründet Helmut Marsoner, Vorsitzender des Universitätsrates, am Freitag die ablehnende Haltung seines Gremiums. Was bei der Sitzung des Uni-Rates herauskommt, sei völlig offen. Auch über Rücktritte von Uniräten wird schon spekuliert.

Die Entscheidung über den künftigen Rektor liegt für den Uni-Rat so oder so längst einzig und allein bei Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Marsoner dazu: "Ob wir zustimmen oder nicht, ist ja völlig irrelevant." (pm/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25./26. 10. 2003)

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