EU senkt Wachstumsprognosen für 2004

28. Oktober 2003, 17:30
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Laut "Börsen-Zeitung" nächstes Jahr nur noch 1,8 Prozent Wachstumsplus erwartet - Deutsches Wachstum unterdurchschnittlich

Berlin - Die EU-Kommission wird einem Zeitungsbericht zufolge ihre Wachstumsprognosen für die Eurozone und Deutschland im Vergleich zur Frühjahrsprognose senken. 2004 erwarte die Kommission für die Euro-Zone ein reales Wachstum von 1,8 Prozent in der Euro-Zone nach 0,5 Prozent im laufenden Jahr, berichtete die deutsche "Börsen-Zeitung" am Freitag vorab aus Brüssel unter Berufung auf den Entwurf für die Herbstprognose, die die Kommission am Mittwoch veröffentlichen will. Im April hatte die Behörde für 2004 noch ein Plus von 2,3 Prozent und für 2003 von 1,0 Prozent vorhergesagt. 2005 rechnet die Kommission nun dem Bericht zufolge mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,3 Prozent.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland bleibt der berichteten Prognose zufolge weiter unter dem Durchschnitt der Euro-Zone. Für 2004 veranschlagt die EU-Kommission demnach ein Wachstum von 1,6 Prozent, was knapp unter der Prognose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute und innerhalb der von der deutschen Bundesregierung genannten Spanne von 1,5 bis 2,0 Prozent liegt. Für das laufende Jahr erwarte die Kommission eine Stagnation in Deutschland, für 2005 ein BIP-Plus von 1,8 Prozent. Im Frühjahrsgutachten hatte die Kommission Deutschland noch ein Wachstum von 0,4 Prozent im laufenden Jahr und 2,0 Prozent für 2004 vorhergesagt.

Frankreich revidiert auf 1,7 Prozent

Das Wirtschaftswachstum Frankreichs wird dem Bericht zufolge für 2004 bei 1,7 Prozent erwartet nach 2,3 Prozent in der Frühjahrsprognose. 2005 dürfte die französische Wirtschaft um 2,3 Prozent wachsen, hieß es weiter.

Die Inflationsrate in der Euro-Zone wird dem Entwurf zufolge im kommenden Jahr bei 1,9 Prozent erwartet nach 2,1 Prozent im laufenden Jahr. Das ist für 2004 allerdings ein leicht höherer Wert als im Frühjahr mit erwarteten 1,7 Prozent. Diesen Wert setze die Kommission nun für 2005 an, heißt es im Vorabbericht weiter. (APA/Reuters)

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