Opposition kritisiert "Rumpflösung"

26. Oktober 2003, 14:26
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SPÖ und Grüne: "Theaterdonner" der Teilzeit werde sich in Luft auflösen

Wien - Die neu vorgebrachten Bedenken des Wirtschaftsbunds zur Eltern-Teilzeit sorgen bei SPÖ und Grünen für Widerspruch. SP-Familiensprecherin Andrea Kuntzl bekrittelte, dass das Modell der Regierung offenbar parteiintern nicht ausverhandelt sei und sich als "Theaterdonner" in Luft auflöse. Die Grüne Wirtschaftssprecherin Michael Sburny vermutet, dass WIrtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl die Courage verlassen hat. Politisch lasse sich das Hin und der Her der Meinungsschwankungen nicht mehr erklären.

Kuntzl meinte in einer Aussendung, es zeige sich nun, dass nicht einmal die "Rumpf-Lösung" bei der Eltern-Teilzeit mit der Wirtschaft akkordiert sei. Die Familiensprecherin verwies darauf, dass schon bei der im Ministerrat vereinbarten Variante nur ein knappes Viertel der Eltern die entsprechenden Voraussetzungen für die Inanspruchnahme erfüllen. Die so genannte "freiwillige Selbstbindung", die Leitl nun vorschlage, sei nichts anderes als die Weiterführung des Status quo.

Sburny kritisierte - ebenfalls per Aussendung -, dass Teile der Wirtschaft und die Regierung die Österreicher bereits viel zu lange mit einer Entscheidung hingehalten hätten. Nun hofft sie auf die Aussagen von VP-Klubchef Wilhelm Molterer, wonach er offen für Verbesserungsvorschläge sei. Denn mit dem derzeitigen Modell würden zwei Kategorien von Arbeitnehmern mit unterschiedlichen Ansprüchen geschaffen. Kleine Betriebe würden somit für qualifizierte Arbeitnehmer unattraktiver. (APA)

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