Deutschland: Zeitungsauflage im dritten Quartal rückläufig

31. Oktober 2003, 14:29
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Um 1,89 Prozent weniger Exemplare verkauft - Wochenzeitungen legten zu

deutsche Zeitungsmarkt war auch im dritten Quartal 2003 von weiter sinkenden Auflagen gekennzeichnet. Die Verlage verkauften durchschnittlich insgesamt 28,8 Millionen Exemplare pro Ausgabe und damit 1,89 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das ergibt sich aus der am Freitag veröffentlichten Statistik der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG). Damit ist die Auflage der Zeitungen im dritten Quartal seit neun Jahren rückläufig; 1994 wurden noch 33,1 Millionen Exemplare verkauft.

Wochenzeitungen legten zu

Die Rückgänge treffen sowohl Tages- als auch Sonntagszeitungen; lediglich die 28 Wochenzeitungen legten um 126.000 Exemplare (6,74 Prozent) auf 1,99 Millionen zu. Davon entfielen allerdings knapp 48.000 auf zwei Blätter, die neu in die Statistik aufgenommen wurden.

Die Tageszeitungen insgesamt verloren 575.000 Exemplare oder 2,5 Prozent und verkauften noch 22,4 Millionen. Dabei gingen die Abonnements um 319.000 (2,02 Prozent) auf 15,5 Millionen und der Einzelverkauf um 291.000 (4,39 Prozent) auf 6,3 Millionen zurück. Der Rest entfällt auf "sonstigen Verkauf", bei dem es ein Plus von 6,48 Prozent gab.

Sonntagszeitungen mit einem Rückgang von 2.34 Prozent

Bei den lokalen und regionalen Abonnementszeitungen betrug das Minus 1,97 Prozent oder 313.000 Exemplare auf 15,6 Millionen. Die überregionalen Zeitungen verkauften 1,6 Millionen Stück und damit 47.000 (2,79 Prozent) weniger als im Vorjahresquartal. Die Kaufzeitungen verloren 215.000 Exemplare (3,97 Prozent) und brachten noch 5,2 Millionen an die Leser. Von den Sonntagszeitungen wurden 4,4 Millionen verkauft, ein Rückgang um 105.000 oder 2,34 Prozent. (APA)

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