Geldzählautomaten irren gewaltig

29. Oktober 2003, 16:58
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Arbeiterkammer: Sieben von zwölf getesteten Automaten funktionierten nicht einwandfrei - Zudem wurden saftige Spesen verrechnet

Klagenfurt - "Wer am Weltspartag seine Sparbüchse entleeren will, sollte den Inhalt vorher zu Hause selbst durchzählen". Das rät zumindest die Arbeiterkammer Kärnten nach einem Test bei Klagenfurter Geldzählautomaten. Diese seien nämlich fehleranfällig und zudem würden die Banken für die Serviceleistung des Geldzählens "Spesen in nicht unbeträchtlicher Höhe" verrechnen.

Der AK-Test bei den Geldinstituten in der Kärntner Landeshauptstadt ergab, dass jeder zweite Geldzählautomat irrt oder nicht einwandfrei funktioniert. Konkret zählten sieben von zwölf Automaten, die von der AK mit Cent-Münzen im Wert von jeweils 23,12 Euro "gefüttert" worden sind, falsch oder schluckten einfach einzelne Cents nicht. Falls daher das Zählergebnis der Maschine nicht mit dem Resultat der eigenen Kontrolle übereinstimmt, sollte der Konsument eine zweite, kostenlose Zählung verlangen, rät die AK.

Spesenfrei bei der eigenen Bank

Außerdem wird empfohlen, die Münzen bei jener Bank zählen zu lassen, bei der man ein Konto oder ein Sparbuch hat. In diesem Fall sei das Zählen nämlich spesenfrei. Sonst würden je nach Bank pro Zählung zwischen 36 Cent und 1,91 Euro verrechnet. Einige Banken würden ab einem Betrag von 145 Euro überhaupt ein Prozent des gezählten Betrages verlangen, warnte am Freitag die Kärntner Arbeiterkammer.(APA)

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    "Wer am Weltspartag seine Sparbüchse entleeren will, sollte den Inhalt vorher zu Hause selbst durchzählen", warnt die Arbeiterkammer

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