Siebenter Linksextremist festgenommen

26. Oktober 2003, 14:52
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Am Freitag waren sechs weitere mutmaßliche Mitglieder der "Roten Brigaden" verhaftet worden

Rom - Italienische Medien haben am Freitagabend die Festnahme eines siebenten mutmaßlichen Mitglieds der terroristischen Roten Brigaden gemeldet. Eine Frau sei nach längerer Vernehmung wegen Fluchtgefahr inhaftiert worden, berichteten die Nachrichtenagenturen AGI und ANSA. Bei der Frau handelt es sich den Informationen zufolge um die Tochter eines ehemaligen Richters in Rom. Ihr Begleiter war zuvor bei einer groß angelegten Razzia entkommen.

Bei der umfangreichen Polizeiaktion waren in der Früh bereits sechs mutmaßliche Terroristen der Roten Brigaden festgenommen worden, die für Morde an zwei Regierungsberatern verantwortlich gemacht werden. Mit der Operation sei die wichtigste Ableger-Zelle der Roten Brigaden zerschlagen worden, sagte Innenminister Giuseppe Pisanu.

Die Polizei führte Durchsuchungen in Rom und in anderen 30 italienischen Städten durch. Die Erhebungen werden von den Staatsanwaltschaften von Rom, Florenz und Bologna geführt. Die Festnahmen sind das Ergebnis von vier Jahre langen Ermittlungen.

D'Antona, Berater des Arbeitsministeriums, war von den "Neuen Roten Brigaden" wegen seiner Bemühungen um Reform des italienischen Arbeitsmarktes erschossen worden. Die Neuen Roten Brigaden hatten im März 2002 auch einen weiteren Arbeitsmarktexperten, Marco Biagi, vor seiner Wohnung erschossen. Biagi, ebenfalls Berater des Arbeitsministeriums, hatte sich an einem Projekt zur Flexibilisierung des italienischen Arbeitsmarktes beteiligt. (APA/AP)

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