Lorbeeren für Lula

26. Oktober 2003, 14:21
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Brasiliens Präsident für sein Engagement bei Armutsbekämpfung mit Fürst-von-Asturien-Preis ausgezeichnet

Oviedo/Brasilia - Der brasilianische Präsident Luiz Inácio "Lula" da Silva ist mit dem im Namen des spanischen Thronfolgers verliehenen diesjährigen "Fürst-von-Asturien-Preis" in der Sparte "Internationale Zusammenarbeit" ausgezeichnet worden.

In seiner Dankesrede bat der 57-Jährige die Fürst-von-Asturien-Stiftung, ihm das Preisgeld von 50.000 Euro "vorzustrecken", damit er die Summe UNO-Generalsekretär Kofi Annan übergeben könne. Er wolle mit seiner Geste andere Regierungen dazu veranlassen, Gelder für UN-Fonds bereitzustellen. Die Frage von Armut und Hunger könne nur durch die Anstrengung derjenigen gelöst werden, die zu essen hätten. Der frühere Orangenverkäufer und Gewerkschaftsführer Lula wurde am kommenden Montag vor einem Jahr zum Staatspräsidenten gewählt.

Der Titel "Fürst von Asturien" wird traditionell vom ältesten Sohn des spanischen Königs geführt. Frühere Preisträger waren unter anderen der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela, der ehemalige sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow, der palästinensische Präsident Yasser Arafat und der ermordete israelische Premier Yitzhak Rabin. (APA)

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    Ehrung für den brasilianischen Präsidenten

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