Aids-Generika mit Clintons Hilfe

29. Oktober 2003, 19:55
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Ex-Präsident verhandelte erfolgreich mit vier Pharmaunternehmen - kommt Kranken in Entwicklungsländern zugute

New York - Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat mit vier Pharmaunternehmen einen Deal zu Gunsten von Aids-Kranken in der Dritten Welt ausgehandelt. Demnach sollen die Betroffenen Generika für eine Kombinationstherapie mit drei Medikamenten erhalten, wodurch die täglichen Kosten auf 38 US-Cent gedrückt werden können. Eine Aids-Behandlung mit Markenpräparaten kostet mindestens 1,54 Dollar pro Tag. Clinton betonte bei der Vorstellung des Programms am Donnerstag in New York, dass nunmehr viele Leben verlängert werden könnten.

Rund zwei Millionen Menschen könnten bis 2008 von dieser Behandlung profitieren, sagte Clinton weiter. Der Deal wurde von seiner William-J.-Clinton-Stiftung mit drei Firmen in Indien und einer in Südafrika ausgehandelt. Die Stiftung hat bereits zahlreichen Gesundheitsbehörden in Afrika und der Karibik geholfen, Programme für die Einführung der Kombinationstherapie für Aids-Patienten zu erarbeiten. Zur Finanzierung solcher Projekte wurden Abkommen mit Geberländern geschlossen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begrüßte die Initiative des früheren US-Präsidenten. (APA/AP)

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