Sugiyama gewinnt Generali Ladies

30. Oktober 2003, 16:37
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Japanerin feierte glatten Zweisatz-Erfolg über Russin Petrowa in Linz, insgesamt ihr fünfter Turniersieg

Linz - Die als Nummer zwei gesetzte Japanerin Ai Sugiyama hat am Sonntag das mit 585.000 Dollar dotierte Generali Ladies in Linz gewonnen. Im Finale setzte sich die 28-Jährige aus Tokio gegen die als Nummer vier geführte Moskauerin Nadja Petrowa nach 1:22 Stunden 7:5,6:4 durch und kassierte für den fünften Tennis-Turniersieg ihrer Karriere 93.000 Dollar (78.941 Euro). Die 21-jährige Petrowa, die für den Einzug ins Endspiel 49.000 Dollar (41.592 Euro) erhielt, muss dagegen weiter auf ihren ersten Einzeltitel auf der WTA-Tour warten.

Nervenstark bei "big points"

Sugiyama, die heuer bereits in Scottsdale triumphiert hatte, legte den Grundstein zum Erfolg mit vier in Serie gewonnenen Games, die ihr den Gewinn des ersten Satzes und eine 2:0-Führung im zweiten bescherten. Petrowa hatte zwar in der Folge Chancen aufs Rebreak, doch die Asiatin behielt bei diesen "big points" stets die Nerven und setzte die Russin mit präzisen, harten Grundschlägen derart unter Druck, dass diese immer die entscheidenden Fehler beging. Mit Sugiyama, die in ihrer elfjährigen Profi-Karriere schon mehr als vier Millionen Dollar Preisgeld und im Doppel bereits vier Grand-Slam-Titel (einen davon im Mixed) gewonnen hat, siegte erstmals eine Japanerin in der Linz-Geschichte.

"Wir haben die Übersiedelung vom Design Center in die Intersport Arena mit Bravour gemeistert", lautete das zufriedene Resümee von Veranstalter Peter-Michael Reichel und Turnierdirektorin Sandra Reichel am Finaltag. "Mit einem Besucheranstieg von zehn Prozent auf 27.000 für die Turnierwoche haben wir unser Ziel in punkto Zuschauerzahl erreicht. Es ist sehr erfreulich, dass wir trotz des Fehlens einer echten Zugnummer bei den Fans zulegen konnten. Ein klarer Beweis dafür, dass unsere Strategie, das Generali Ladies nicht nur als Tennisturnier, sondern als facettenreiches Event zu positionieren, richtig war", meinte Peter-Michael Reichel.

Lob von der WTA

In der Vorbereitung auf das Turnier im kommenden Jahr werde man aber ein Augenmerk darauf legen, dem Schauplatz einen stärkeren Arena-Charakter zu verleihen. "Eine Überlegung geht in die Richtung, die Zuschauerbereiche der nebeneinander liegenden Plätze strikter zu trennen. Heuer haben sich die Fans in der riesigen Location ein wenig verloren", betonte Sandra Reichel, die großes Lob für die Umsetzung der WTA-Werbelinie "Some Things Need A Woman's Touch" erhielt. "Wir wurden ersucht, Dokumentationsfotos aller unserer PR- und Werbemittel in das WTA-Hauptquartier nach Florida zu schicken. Wir dienen in Hinkunft anderen Veranstaltern als Vorbild, wie die Kampagne der WTA umzusetzen ist."

Weniger Freude hatte die Turnierdirektorin mit der "Last-Minute-Absage" von Justine Henin-Hardenne. "Dadurch hat uns der ganz große Name gefehlt. Wir haben dennoch hochklassiges Tennis gesehen. Dass vier von sechs Matches im Viertel- und Semifinale über drei Sätze gegangen sind, ist ein Beleg für die Ausgeglichenheit des Starterfeldes", sagte Sandra Reichel und ergänzte: "Wir werden alles daran setzen, um im kommenden Jahr drei Top-Ten-Spielerinnen in Linz präsentieren zu können." Das Generali Ladies findet im kommenden Jahr laut provisorischem WTA-Kalender vom 23. bis 31. Oktober statt. (APA)

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    Ai Sugiyama mit Siegerpokal und Dirndlmädl

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