Bremer weist Vorwürfe von Hilfsorganisation zurück

25. Oktober 2003, 15:45
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Angeblich vier Milliarden Dollar aus Öleinnahmen verschwunden

Madrid - Der US-Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer, hat Vorwürfe einer Hilfsorganisation, dass Einnahmen aus irakischen Ölverkäufen in Höhe von vier Milliarden Dollar (3,39 Mrd. Euro) in dunklen Finanzkanälen verschwunden seien, zurückgewiesen. Wie die Nichtregierungsorganisation Christian Aid am Donnerstag am Rande der Irak-Geberkonferenz in Madrid mitteilte, verschwand das Geld auf von den USA kontrollierten "undurchsichtigen Bankkonten" der Zivilverwaltung.

"Schwarzes Finanzloch"

Die Organisation mit Sitz in London warnte, das "schwarze Finanzloch" nähre den ernsthaften Verdacht, dass zum Wohle von US-Unternehmen unverhältnismäßig hohe Summen an Bargeld abgezweigt würden, obwohl mit dem Geld eigentlich die massive Arbeitslosigkeit und andere Probleme im Irak eingedämmt werden sollten.

Alle Gelder würden "in völliger Transparenz" ausgegeben, betonte Bremer. Er kündigte in Madrid an, die Ausgaben der Zivilverwaltung, die aus irakischen Ölverkäufen bestritten würden, sollten demnächst im Internet veröffentlicht und von einer internationalen Kontrollbehörde überprüft werden. Bisher fließen die Einnahmen aus den Ölverkäufen in einen Fonds zum Wiederaufbau des Irak, der von den USA und der US-Zivilverwaltung verwaltet wird. Am Mittwoch wurde jedoch bereits die Internationale Kontrollkommission gegründet, die die Verwendung der Gelder beaufsichtigen soll. (APA)

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    US-Verwalter Paul Bremer streitet Unregelmäßigkeiten ab.

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