Mehr als eine Million Flüchtlinge befürchtet

26. Oktober 2003, 14:52
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Aufregung im italienischen Parlament - Rom will gesamteuropäische Maßnahmen

Rom/Palermo - Der Strom der Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien reißt nicht ab. Am Mittwochabend landete erneut ein völlig überladenes Boot mit 150 illegalen Einwanderern auf der Insel Lampedusa südlich von Sizilien. Die Regierung in Rom scheint machtlos zu sein. Seit Wochen streiten die Regierungsparteien darüber, wie der Immigrantenstrom gestoppt werden soll.

Aufsehen erregte im Parlament der Bericht des Präsidenten des Geheimdienstausschusses und früheren Innenministers Enzo Bianco: In Nordafrika seien "mehr als eine Million Menschen zur Flucht nach Europa entschlossen", sagte er.

Die Regierung in Rom will die Debatte über gesamteuropäische Maßnahmen zur aktiven Bekämpfung der illegalen Einwanderung zur Priorität ihrer Amtsausübung als EU-Vorsitz machen. (mu/DER STANDARD, Printausgabe, 24.10.2003)

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    Ein Fischerboot mit Flüchtlingen erreicht die Insel Lampedusa

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