UNO-Mitarbeiter fordern Untersuchung von Sicherheitsmängeln

24. Oktober 2003, 20:05
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Trotz Bomben-Warnungen UNO-Hauptquartier im Irak kaum geschützt

New York - Zwei Monate nach dem Bombenanschlag auf das UNO-Gebäude in Bagdad mit 22 Toten hat die Gewerkschaft der UNO-Beschäftigten gefordert, die Verantwortlichen für schwere Mängel im Sicherheitsapparat der UNO zu ermitteln. Mit der scharfen Kritik unabhängiger Experten dürfe die UNO-Führung es nicht bewenden lassen, hieß es in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung der UN Staff Union, die tausende Mitarbeiter vertritt.

Kaum geschützt

Am Vortag hatte eine Expertengruppe unter Leitung des früheren finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari erklärt, trotz Warnungen vor einem Bombenanschlag sei das UNO-Hauptquartier im Irak kaum geschützt gewesen. Elementare Sicherheitsregeln seien missachtet und der angebotene Schutz durch die US-Besatzungstruppen ausgeschlagen worden.

Der Bericht der Ahtisaari-Gruppe "enthält mehr Fragen als Antworten zur Rolle und Verantwortlichkeit hochrangiger UNO-Vertreter und sollte als Beginn einer tiefgehenden und transparenten Untersuchung betrachtet werden", erklärte die UNO-Gewerkschaft. Unter Schirmherrschaft der gesamten UNO-Vollversammlung müssten Fehler und Schwächen im Sicherheitssystem der Weltorganisation rückhaltlos aufgedeckt werden.(APA/dpa)

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