Shell enttäuscht Analysten

29. Oktober 2003, 16:45
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Quartalsergebnisse verfehlten Markterwartungen - Bereinigter Nettogewinn bei 2,6 Milliarden Dollar - Händler: "Eine Katastrophe"

London - Der Ölkonzern Royal Dutch/Shell hat im dritten Quartal 2003 beim Ergebnis aller wichtigen Geschäftsbereiche die Analystenprognosen verfehlt. Shell-Aktien gaben daraufhin am Donnerstag mehr als zwei Prozent nach.

Der bereinigte Nettogewinn sei im abgelaufenen Quartal um 16 Prozent auf 2,595 Mrd. Dollar (2,219 Mrd. Euro) gestiegen, teilte Shell mit. Analysten hatten dagegen zwischen 3,2 und 3,5 Mrd. Dollar prognostiziert.

Aktie gibt nach

In den vergangenen Quartalen haben die großen Ölkonzerne weltweit die Prognosen zumeist übertroffen. Händler sagten, das Ergebnis der Gas- und Stromsparte sei die größte Enttäuschung gewesen. In diesem Bereich verbuchte Shell nach Steuern eine Sonderbelastung von 239 Mio. Dollar im Zuge von Abschreibungen auf US-Vermögenswerte.

Die Aktien von Shell und im Gefolge viele andere Öl-Aktien gaben nach, der Euro-Stoxx-Subindex verlor 2,4 Prozent. Marktteilnehmer nannten die Drittquartalszahlen von Shell "die reine Katastrophe". Alle Divisionen des Ölkonzerns hätten unter den Erwartungen abgeschnitten. Selbst wenn man die Währungsbelastungen herausrechne, seien die Zahlen noch "ein ganzes Stück weit von den Prognosen entfernt".(APA/Reuters/vwd)

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Shell

  • 16 Prozent Umsatz-Zuwachs ist nicht genug. Schell enttäuscht die Analysten.
    foto: foto:epa/thissen

    16 Prozent Umsatz-Zuwachs ist nicht genug. Schell enttäuscht die Analysten.

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