Wien-Penzing: 17-Jähriger von vier Männern schwer misshandelt

24. Oktober 2003, 20:21
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Opfer machte aus Angst vor der Bande falsche Angaben - Geld war Auslöser der Gewalttat

Wien - Wie in einem Gewaltrausch hat eine Gruppe von Männern einen 17-Jährigen in einer Wohnung in Wien-Penzing misshandelt.

Die Täter hatten ihr Opfer derartig traktiert, dass er sich einen Schädelbruch, Prellungen, Abschürfungen sowie Hirnhaut- und Weichteilschwellungen zuzog. Danach drückten sie noch brennende Zigaretten auf der Haut ihres Opfers aus, berichtete Major Klaus Mair vom Kriminalkommissariat West.

Drohungen

Der Vorfall hatte sich bereits Ende März zugetragen. Aus Angst vor den Tätern, hatte der 17-Jährige gegenüber der Polizei angegeben, "von Rechtsradikalen zusammengeschlagen" worden zu sein. "Sie haben ihm gedroht, ihn umzubringen, falls er etwas verrät", sagte Mair. Nach und nach kamen die Ermittler aber auf die Spur der richtigen Täter.

Geld als Auslöser

Der Vorfall dürfte sich demnach so abgespielt haben: Die Gruppe - drei Männer und eine Frau - wurden in einem Lokal auf den Burschen aufmerksam, da er offensichtlich über Geld verfügte. Danach knüpfte die Bande Kontakt zu dem 17-jährigen und lud ihn in die Wohnung der Frau ein.

Dort fiel die Gruppe über den Burschen her. "Sie haben angegeben, dass es ihnen 'entglitten' ist", sagte Mair. Die Männer schlugen brutal auf den 17-Jährigen ein und raubten ihn aus.

Inzwischen wurden alle vier Verdächtige ausgeforscht. (APA)

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