Kindheitstraumata lassen sich aufarbeiten

23. Oktober 2003, 17:30
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Internationales Symposium "Kindheit, Trauma und Wege der Heilung" in Vorarlberg

Bregenz - "Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben". Mit dieser paradoxen und zugleich optimistischen Aussage wies die Kinderpsychologin und Familientherapeutin Hedy Schleifer (Israel/USA) vor Journalisten in Bregenz auf die Chancen und Möglichkeiten der Heilung auch für Menschen hin, die in der Kindheit durch Krieg, Gewalt oder familiäre Probleme traumatisiert worden sind. Anlass war das internationale Symposium "Kindheit, Trauma und Wege der Heilung", das von Donnerstag bis Sonntag in Schwarzenberg im Bregenzerwald stattfindet.

Hedy und ihr Mann Yumi Schleifer - ein ehemaliger NASA-Raumfahrtingenieur - versuchen weltweit mittels der "Imago-Bezehungs-Therapie" (Ehe)Paaren zu helfen. Grundgedanke ist, dass unverarbeitete Konflikte und Erlebnisse aus der Kindheit das Miteinander des erwachsenen Paares und damit wieder die emotionelle und physische Sicherheit ihrer Kinder belasten.

Das Symposium wird von der Österreich-Organisation "Welt der Kinder" in Zusammenarbeit mit dem SOS Kinderdorf, dem Vorarlberger Kinderdorf, der Caritas und dem Institut für Sozialdienste (IfS) zum vierten Mal veranstaltet. In Schwarzenberg diskutieren Experten aus aller Welt über Ursachen und Folgewirkungen kindlicher Traumata. "Welt der Kinder" tritt laut Geschäftsführerin Carmen Feuchtner für eine kindgerechte Gesellschaft und für den Schutz von Kindern gegen Gewalt ein. (APA)

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