Angriff auf US-Konvoi

24. Oktober 2003, 17:37
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Hinterhalt nordöstlich von Bagdad - Keine Angaben über Opfer

Baakuba/Bagdad/Kairo - Ein Konvoi der US-Streitkräfte ist am Donnerstag nahe der irakischen Stadt Baakuba rund 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad in einen Hinterhalt geraten. Ein US-Geländewagen sei am Morgen in dem Ort El Saada nach einer Explosion am Straßenrand in Flammen aufgegangen, sagte ein Augenzeuge. Durch die Explosion bei Baakuba sei ein Krater auf der Straße entstanden. US-Soldaten hätten die Umgebung nach dem Angriff rund eine halbe Stunde lang abgesucht.

Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP sah den brennenden Wagen, konnte jedoch zunächst keine Anzeichen für mögliche Opfer erkennen. Nach Angaben von Augenzeugen war bereits am Mittwochabend ein US-Konvoi in dem Ort angegriffen worden.

Zwei Sadr-Anhänger festgenommen

Amerikanische Soldaten sollen unterdessen in der irakischen Stadt Kerbala zwei Anhänger des radikalen Schiitenführers Muktada al Sadr festgenommen haben. Die von schiitischen Geistlichen herausgegebene Zeitung "Al-Hawza" berichtete am Donnerstag, die beiden Männer seien am Dienstag von den US-Militärs am Eingang der Stadt angehalten und an einen unbekannten Ort gebracht worden.

Sie seien von Muktada al Sadr nach Kerbala geschickt worden, um mit anderen schiitischen Geistlichen darüber zu sprechen, wie weitere Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern verschiedener politischer und religiöser Führer in Kerbala verhindert werden könnten.

In der vergangenen Woche waren bei Gefechten zwischen den verfeindeten Gruppen in der für die Schiiten heiligen Stadt 30 Menschen verletzt worden. Mindestens ein Kämpfer starb. Die Besatzungsmacht verhängte außerdem eine nächtliche Ausgangssperre, nachdem drei US-Militärpolizisten und zwei irakische Polizisten in der Stadt getötet worden waren. (APA/dpa)

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