Palästinenser töten "Kollaborateure"

24. Oktober 2003, 15:24
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"Hinrichtung" durch Al-Aksa-Brigaden in Flüchtlingslager Tulkarem

Ramallah - Militante Palästinenser haben am Donnerstagmorgen im Flüchtlingslager der Stadt Tulkarem im Westjordanland zwei Männer erschossen, die sie der Kollaboration der der israelischen Besatzungsmacht beschuldigten. Die beiden 20-Jährigen sollen bereits in der vergangenen Woche entführt worden sein. Nach Angaben von Augenzeugen wurden sie auf dem zentralen Platz des Lagers vor den Augen von Passanten "hingerichtet". Angeblich hätten sie zugegeben, dass sie Israel mit Informationen belieferten. Die Täter waren Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden, die aus radikalen Elementen der Fatah-Organisation von Präsident Yasser Arafat zusammengesetzt ist.

In einem Krankenhaus von Nablus im Westjordanland starb unterdessen ein Palästinenser, der am Mittwochabend bei der Explosion eines Autos in der Stadt schwer verletzt worden war. Zwei weitere Insassen erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Es wird vermutet, dass die Männer eine Bombe transportiert hatten, die vorzeitig explodierte. (APA/dpa)

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