Bilanz der Seehund-Staupe

29. Oktober 2003, 19:16
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53 Prozent der Bestände fielen ihr zum Opfer - hohe Geburtenrate wird jedoch für Erholung sorgen

Wilhelmshaven - Dem Seehundsterben des vergangenen Jahres sind 53 Prozent der Bestände an der deutschen, dänischen und niederländischen Nordseeküste zum Opfer gefallen. Das haben nach den Angaben des Internationalen Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven die jetzt abgeschlossenen Auswertungen ergeben. Bei einer vergleichbaren Staupe-Epidemie waren vierzehn Jahre zuvor 60 Prozent der Tiere verendet.

Den aktuellen Bestand an Seehunden im Wattenmeer von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden gab das Sekretariat mit 10.800 Tieren an. Der Wert sei im Laufe dieses Sommers mit zeitgleichen Zählungen nach gleichen Standards ermittelt worden, hieß es.

Für Sorgen um die Existenz der Seehundbestände gibt es nach Darstellung des Wattenmeersekretariats derzeit keinen Anlass. "Wir haben in diesem Jahr eine hohe Geburtenrate, und es ist abzusehen, dass sich die Bestände von der Epidemie schnell wieder erholen", sagte Sprecherin Bettina Reineking. (APA/dpa)

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