Powell und Mubarak uneinig

24. Oktober 2003, 15:24
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US-Außenminister will internationalen Druck auf Palästinenser, ägyptischer Amtskollege auf Israel

Jerusalem/Gaza - US-Außenminister Colin Powell und der ägyptische Präsident Hosni Mubarak haben bei ihrem Treffen am Mittwoch unterschiedliche Positionen zum Nahost-Konflikt vertreten. Wie der an der Unterredung im Badeort Sharm el Sheikh am Roten Meer beteiligte ägyptische Außenminister Ahmed Maher mitteilte, ist Ägypten der Auffassung, dass internationaler Druck auf Israel ausgeübt werden müsse.

Powell sprach sich dagegen für einen stärkeren Einsatz der palästinensischen Autonomiebehörde im Anti-Terrorkampf aus. Auf US-Seite nahm der Nahostgesandte William Burns an dem Gespräch teil. Er war zuvor in Kairo mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei zusammengetroffen.

Drei Palästinenser nach Auto-Explosion schwer verletzt

In Nablus im Norden des Westjordanlandes wurden mindestens drei Palästinenser schwer verletzt, als ihr Auto explodierte, wie Augenzeugen und palästinensische Sicherheitskräfte berichteten. Zunächst lagen keine Hinweise auf die Ursache der Explosion vor.

Unterdessen erlag ein 20-jähriger Palästinenser den schweren Verletzungen, die er am Montag bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe im Flüchtlingslager Nusseirat im Gazastreifen erlitten hatte. Nach palästinensischen Angaben wurden damit bei dem Raketenbeschuss eines Autos acht Palästinenser getötet.

Die Zahl der bei der Serie von fünf Luftangriffen im Gazastreifen getöteten Palästinenser erhöhte sich insgesamt auf elf. Palästinensische Krankenhausmitarbeiter hatten zuvor von vier toten Palästinensern gesprochen. (APA)

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