Kolumbien: Neun Tote nach Anschlägen

24. Oktober 2003, 12:42
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Bevorstehender Volksentscheid und Wahlen destabilisieren die Lage

Bogota - Wenige Tage vor einem geplanten Volksentscheid und Regionalwahlen in Kolumbien sind bei Anschlägen und Überfällen in dem südamerikanischen Land neun Menschen getötet und siebzehn weitere verletzt worden. In Orito im südlichen Bezirk Putumayo töteten Unbekannte am Mittwoch (Ortszeit) acht Bauern aus einer Familie, wie von den kolumbianischen Behörden verlautete.

Bei einem Sprengstoffanschlag in Valle del Guamuéz in der gleichen Region starb ein Mensch, drei weitere wurden der Polizei zufolge verletzt. Bei einem weiteren Sprengstoffanschlag in einem südlichen Vorort von Medellín wurden demnach am Abend elf Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Am Morgen waren in Bogotá drei Menschen leicht verletzt worden, als dort ein präpariertes Fahrzeug explodierte, wie es weiter hieß.

Für Samstag ist in Kolumbien ein Referendum geplant, mit dem der Bestechlichkeit in dem Land ein Ende gesetzt werden soll. Tags darauf sind rund 25 Millionen Kolumbianer zur Wahl neuer Regionalregierungen aufgerufen. (APA)

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