Käse ist spannender als diese Regierung

24. Oktober 2003, 20:35
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Man kann es auch schlimmer treffen. Und zum Ehrenvorsitzenden des Kreises der "Ritter von der traurigen Gestalt" erkoren werden. Da ist Käseritter besser. Viel besser. Schließlich gehört man dann zum erlauchten Orden der "Ritter der österreichischen Käsetafel". Und findet sich nicht nur mit Leuten wie den Taubenkobelwirten Evelyn und Walter Eselböck oder Steirereck-Chef Heinz Reitbauer in einem Boot, sondern darf auch einmal im Jahr die besten Käse des Landes verkosten. Damit man am Ende des Käsekonzils weiß, wem - also welchem Käse - das Privileg zusteht, den Titel "Käse Kaiser" zu führen.

Käsiger Adelsstand

Und weil ein Streichkäse in Kriterien wie "Lochigkeit" eher schwer mit einem Hartkäse vergleichbar ist, trat man Dienstagabend (natürlich in der Hofburg) an, gleich neun "Käse Kaiser" zu küren - und einen neuen Ritter in den käsigen Adelsstand zu heben: Landwirtschaftsminister Josef Pröll darf ab sofort den Käselaib am goldenen Band führen - und bekam auch gleich die verantwortungsvolle Aufgabe, den "Käse Kaiser" der Kategorie Frischkäse zu verkünden. "Das ist spannender als jede Regierungsumbildung", verriet der neue Ritter da - und hatte schweißnasse Hände.

Bestimmt. Nebenbei: Der neue Frischkäsekaiser heißt "Happy Cow". (DER STANDARD Printausgabe 23.10.2003)

  • Verleihung der Käseritterschaft an Landwirtschaftsminister Josef Pröll
    foto: thomas rottenberg

    Verleihung der Käseritterschaft an Landwirtschaftsminister Josef Pröll

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