Mord in deutscher Anwaltskanzlei: Rechtsextreme Mordmotive

23. Oktober 2003, 18:47
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Verbrechen von Overath soll für Täter auch ein politisches Kampfmittel gewesen sein

Köln - Der mutmaßliche Dreifachmörder von Overath soll die Taten gestanden haben. In einem dem Kölner Stadt-Anzeiger vorliegenden Schreiben bekennt sich der 45-jährige Thomas A. der Zeitung zufolge zu den Morden an einem Rechtsanwalt, dessen Frau und der gemeinsam Tochter in deren Overather Kanzlei am 7. Oktober.

Laut Kölner Staatsanwaltschaft hat A. offiziell bisher nichts zugegeben. Dem Zeitungsbericht zufolge rechtfertigt A. das Verbrechen als politisches Kampfmittel: "Nach jahrelanger Analyse des Deutschen Volkes und Rechtswesens und angesichts zahlloser Opfer, deren Schicksal mir täglich das Herz zerreißt, war die Exekution dieser drei wertlosen zerstörerischen Elemente mehr als notwendig."

A. hatte Kontakt zu rechtsextremistischen Kreisen. Er wurde 1996 vom Verfassungsschutz als möglicher V-Mann geprüft. (AP, DER STANDARD Printausgabe 23.10.2003)

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