Plädoyer für embryonale Stammzellenforschung?

27. Oktober 2003, 13:56
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Straßburg - Im Konflikt um die Förderung der embryonalen Stammzellenforschung mit Mitteln aus dem EU-Haushalt könnte das Europaparlament eine Aufhebung des derzeit geltenden Moratoriums fordern. Der Berichterstatter des federführenden Forschungsausschusses im Europaparlament, der Deutsche CDU-Abgeordnete Peter Liese, sagte am Mittwoch in Straßburg, er wolle eine Kompromissregelung analog zur Forschungsförderung in den USA vorschlagen.

Nach den Bestimmungen der National Institutes of Health (NIH) in den USA darf Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen nur durchgeführt werden, wenn diese vor dem 7. August 2001 hergestellt wurden. Das EU-Parlament wird Anfang November über diese Empfehlungen abstimmen, hat aber kein Mitentscheidungsrecht. Die Entscheidung soll am 27. November der EU-Ministerrat treffen, der darüber bisher keine Einigung erzielen konnte.

Österreich, Deutschland und Italien haben sich für eine Verlängerung des zu Jahresende auslaufenden Moratoriums ausgesprochen. Dem gegenüber fordern Schweden, Großbritannien und andere EU-Länder eine Aufhebung. (APA)

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