Deutscher Medienmarkt wächst 2003 minimal

31. Oktober 2003, 14:33
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Laut Studie von PWC nächstes Jahr 3,1-prozentiges Wachstum erwartet - Musik- und Tonträgerindustrie entwickelt sich am schwächsten

Der deutsche Unterhaltungs- und Medienmarkt wird einer Studie zufolge im laufenden Jahr nur minimal zulegen und auch in den nächsten vier Jahren keine großen Umsatzsprünge machen. Die Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers (PWC) erwartet in ihrer am Mittwoch auf den Medientagen in München vorgestellten Studie für 2003 eine Wachstumsrate für die Unterhaltungs- und Medienbranche in Deutschland von nur 0,4 Prozent auf 57,3 Mrd. Euro.

3,1-prozentiges Wachstum erwartet

Im kommenden Jahr werde der Markt dann wegen der erwarteten konjunkturellen Erholung um 3,1 Prozent zulegen. In keinem der folgenden Jahre werde das Wachstum aber über fünf Prozent liegen und bleibe damit auf Jahre hinter der Boomphase der Medien Ende der 90er Jahre zurück.

PriceWaterhouseCoopers stellte erstmals eine Studie zum deutschen Unterhaltungs- und Medienmarkt vor, in dem die Einnahmen der verschiedenen Medien sowie Kino, Musik, Video, Bücher, Sport und Freizeitparks zusammengefasst sind. Das stärkste durchschnittliche Wachstum für 2003 und die nächsten vier Jahre sagen die PWC-Experten für das Internet (10,4 Prozent) und die Filmwirtschaft (6,0 Prozent) voraus.

Musik- und Tonträgerindustrie entwickelt sich am schwächsten

Am schwächsten wird sich ihrer Ansicht nach die Musik- und Tonträgerindustrie mit einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von 3,8 Prozent entwickeln. Für den vieldiskutierten TV-Markt rechnet PWC mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum von vier Prozent, auch wenn die Werbeeinnahmen im laufenden Jahr noch um 1,4 Prozent sinken sollen. (APA/Reuters)

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