ÖBB verurteilen "Bahn stirbt"

30. Oktober 2003, 11:25
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Der ÖBB-Vorstand prüft rechtliche Schritte wegen Geschäftsschädigung hofft aber auf eine rasche "Rückkehr zur Sachlichkeit"

Wien - Aus dem ÖBB-Vorstand kommt heftige Kritik an der am Mittwoch gestarteten neuen Protestkampagnen der Eisenbahnergewerkschaft. Die Gewerkschaft hat den Bahn-Slogan "ÖBB. Bahn wirkt" in "ÖVP. Bahn stirbt." umgewandelt und Logo, Design und Layout der ÖBB-Werbung für Plakate, Inserate und eine neuen Internetseite www.bahnstirbt.at übernommen. Nach Ansicht der ÖBB ist dies "geschäftsschädigend". Das Unternehmen prüfe daher rechtliche Schritte, sagte ÖBB-Kommunikationschef Michael Hlava.

Die Gewerkschaft erweise damit weder den Mitarbeitern noch dem Unternehmen einen guten Dienst. Das geschützte Layout der ÖBB werde für politische Agitation missbraucht. Dabei bestehe die große Gefahr, dass die Kunden die Kampagnen verwechselten. Wegen des Slogans "Bahn stirbt" im ÖBB-Design habe es bereits besorgte Anfragen gegeben, sagt Hlava.

Als erste Maßnahme haben die ÖBB den Link im unternehmensinternen Intranet auf die Gewerkschaftsseite gekappt. Ansonsten setzen man nun zunächst auf den Dialog mit der Gewerkschaft und hoffen auf eine rasche "Rückkehr zur Sachlichkeit". (APA)

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