Tirol: 1,5 Prozent Zuwachs beim Sommertourismus

22. Oktober 2003, 15:58
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Tirol Werbung will verstärkt auf Wandertourismus setzen - Über die Hälfte der Gäste kamen aus Deutschland

Innsbruck - Der Tiroler Sommertourismus 2003 hat einen Zuwachs von rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen können. Die Tirol Werbung will auch in Zukunft verstärkt auf den Wandertourismus setzten, erklärte Geschäftsführer Josef Magreiter am Mittwoch in Innsbruck.

Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage Deutschlands seien die Erwartungen übertroffen worden. Die „unglückliche Ferienordnung“ habe sich jedoch negativ auf die Nächtigungszahlen im Juli ausgewirkt. Es sei zu einem Minus von 18 Prozent gekommen. Dies sei aber durch die Nächtigungen in den verbleibenden Monaten wettgemacht worden. Auch der Rückgang des Flugtourismus habe sich für Tirol teilweise positiv ausgewirkt. Es seien allerdings Gäste aus Übersee und Großbritannien ausgeblieben.

Rund 53 Prozent der Gäste stammten aus Deutschland, zehn Prozent aus den Niederlanden, neun Prozent aus Österreich. Jeweils fünf Prozent kamen aus Italien und der Schweiz. Die Gewinner der diesjährigen Sommersaison seien vor allem Ferienwohnungen, Campingplätze, Schutzhütten und Pensionen der Mittelklasse gewesen.

Wandern immer beliebter

Wandern werde in Deutschland immer beliebter. Dabei gehe es vor allem um den „Naturgenuss, der in einer schönen, naturstillen Landschaft“ gesucht werde. Das Publikum werde mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren immer jünger, beschrieb Rainer Brämer von der Forschungsgruppe Wandern der Uni Marburg die ersten Ergebnisse der Profilstudie „Wandern Tirol 2003".

Dabei herrsche vor allem in der Altersklasse zwischen 20 und 40 Jahren reger Zuwachs. Die Wanderer würden außerdem immer gebildeter werden. Die Hälfte verfüge über abgeschlossene Schulausbildung oder ein Hochschul-Diplom. Es handle sich um eine einkommensreiche und ausgabenfreundliche Gruppe.

Besonders beliebt seien die Eintagestouren. Dabei werde durchschnittlich viereinhalb Stunden gewandert und rund 13 Kilometer zurückgelegt. Schmale, nicht zu steile Pfade in der Almenregion würden bevorzugt. Bewirtschaftete Hütten seien oft das Ausflugsziel. Auch das Wandern im Winter sei beliebt. Hier liege für Tirol noch großes Potenzial, den Wünschen und Vorlieben der Wanderer entsprechende Angebote zu entwickeln, erklärte Brämer. (APA)

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