Lage der Kinder im Irak katastrophal

25. Oktober 2003, 19:12
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UNICEF: Seit Kriegsende über 1.000 Minderjährige bei Minen- und Munitionsexplosionen getötet - 2700 Schulen verwüstet

New York - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat vor einer weiteren Verschlechterung der dramatischen Situation der Kinder im Irak gewarnt. Nach wie vor seien Hunderttausende Kinder vor allem in den südlichen und zentralen Landesteilen durch verseuchtes Wasser, Landminen und Blindgänger bedroht, heißt es in einer UNICEF-Aussendung vom Mittwoch. In den ersten drei Monaten nach dem offiziellen Kriegsende seien allein über 1.000 bei Minen- und Munitionsexplosionen getötet oder verletzt worden.

Kriminalität und Unsicherheit hätten die ohnehin verfallene Infrastruktur zusätzlich schwer geschädigt. Über 2.700 Schulen seien von Plünderern verwüstet worden, teilt das Kinderhilfswerk mit. Während des Krieges waren 200 Schulen zerstört worden. Wegen der Unsicherheit würden viele Eltern ihre Kinder nicht mehr zum Unterricht schicken. Der Irak könne sich nicht noch eine verlorene Generation leisten. Die Verbesserung der Lage der Kinder müsse deshalb im Mittelpunkt des Wiederaufbaus stehen, fordert UNICEF. (APA)

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    "Minenunterricht" in einer irakischen Schule. Die Bücher werden von der britischen "Mine Advisory Group" zur Verfügung gestellt

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