Bombendrohung eines Maroni-Verkäufers

23. Oktober 2003, 12:08
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Sechs Monate Haft für Anruf aus Langeweile

Wien - Weil ihm fad war und er nach eigenen Angaben "die Polizei sehen wollte", griff am 19. Dezember 2001 ein Maroni-Verkäufer vor dem Ekazent Simmering - mit 66 Geschäften das größte Einkaufszentrum dieses Wiener Bezirks - zum Handy.

Der 38-jährige, 14 Mal vorbestrafte Mann wählte den Polizeinotruf und verkündete: "In einer halben Stunde wird im Ekazent eine Bombe hochgehen!" Ein Schöffensenat (Vorsitz: Peter Liebetreu) verhängte dafür am Mittwoch im Straflandesgericht wegen gefährlicher Drohung sechs Monate unbedingte Haft.

Kein Kavaliersdelikt

"In Zeiten wie diesen, nach dem Anschlag auf das World Trade Center, ist das kein Kavaliersdelikt", hieß es in der Begründung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Maroni-Verkäufer nahm sich Bedenkzeit.(APA)

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