Deutschland: Vertrag mit KfW über Post- und Telekom-Aktien bis Ende Oktober

30. Oktober 2003, 12:21
posten

Volumen bis zu 5,5 Mrd. Euro

Die deutsche Regierung wird in den kommenden Tagen die Platzierung von Aktien der Deutschen Telekom und der Deutschen Post bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vertraglich regeln. "Bis zum Monatsende werden wir die Verhandlungen mit der KfW voraussichtlich abgeschlossen haben", sagte Eberhard Rolle, im Finanzministerium für die Vermögensanlagen zuständig, am Mittwoch.

Das Volumen wird möglicherweise höher ausfallen als bisher angekündigt. "Dies könnte bis 5,5 Mrd. Euro reichen." Anfang des Monats hatte das Ministerium noch fünf Mrd. Euro genannt. Der Erlös soll in den Bundesetat fließen. Das "Handelsblatt" hatte am Mittwoch geschrieben, die Anteile sollten noch in diesem Jahr an die KfW übertragen werden.

Der Großteil der geparkten Aktien werden Post-Titel sein. "Grob geschätzt, werden wir 6 Prozent von der Telekom und 20 Prozent von der Post an die KfW transferieren", hatte Rolle Anfang Oktober gesagt. Die Bundesregierung hält derzeit direkt 30,8 Prozent an der Telekom und 50 Prozent an der Post. Die KfW kontrolliert 12 Prozent beziehungsweise 18,3 Prozent. Die Anteile der KfW werden der Regierung zugerechnet.

Derzeit existieren bei der Regierung keine Pläne für einen Verkauf von Post- oder Telekom-Aktien. Die Kurs müssten sich erst deutlich verbessern. (APA)

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