11. Österreichisches Klimabündnis-Treffen eröffnet

22. Oktober 2003, 14:00
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Tagung will Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten

Bad Eisenkappel - Der globale Klimawandel und die Rettung des Regenwaldes in Südamerika sind zwei Hauptthemen des 11. Österreichischen Klimabündnis-Treffens, das am Mittwoch in Bad Eisenkappel eröffnet wurde. Die Protagonisten erhoffen sich von der Tagung einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung.

Der Kärntner Umweltreferent Reinhart Rohr unterstrich die Anstrengungen, die das südlichste Bundesland in Bezug auf den Klimaschutz unternehme. So verfolge man das ehrgeizige Ziel, in den kommenden zehn Jahren 50 Prozent des Hausbrandes durch Biomasse und nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. In Kärnten gibt es derzeit 36 Klimabündnis-Gemeinden, österreichweit sind es 500. Rohr betonte, die Politik müsse die Ziele des Klimabündnisses nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützen.

Rückschau

Bei der Tagung wird Bilanz gezogen, so auch über die seit zehn Jahren existierende Partnerschaft zwischen dem österreichischen Klimabündnis und dem Dachverband indianischer Organisationen im Rio Negro-Gebiet in Brasilien, FOIRN. Dessen Präsident, Orlando Jose de Oliveira, berichtete von den großen Erfolgen, die man in den vergangenen Jahren erzielte. Ein Zugriff der Großkonzerne auf das Gebiet wurde unmöglich gemacht, dazu konnten, etwa durch Einrichtung eines Funknetzes, die Lebensbedingungen der dort ansässigen Indio-Völker deutlich verbessert werden.

In Fachvorträgen und Diskussionen werden bis Donnerstag Öko-Themen behandelt, ein wesentlicher Aspekt ist die Nachhaltigkeit. Beleuchtet wird aber auch die Frage, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Weltwirtschaft hat und wie die Ökonomien darauf reagierten müssten. Zum Abschluss der Tagung werden klimafreundliche Projekte in Kärnten und Slowenien, das ebenfalls an der Tagung teilnimmt, besichtigt.(APA)

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