Industrie: Stimmung verbessert sich weiter

24. Oktober 2003, 17:50
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BA-CA erwartet leichte konjunkturelle Beschleunigung im zweiten Halbjahr 2003

Wien - Die Stimmung in der österreichischen Industrie hat sich im September deutlich verbessert. Auch die Stimmung der heimischen Verbraucher hat sich nach dem Tiefpunkt im Sommer im September wieder erholt. Allerdings liegt die Stimmung noch immer deutlich tiefer als im September 2002. „Die Industrie ist nun wieder so optimistisch wie vor der Rezession 2001, die Verbraucher sind noch etwas skeptisch“, so BA-CA-Volkswirt Stefan Bruckbauer am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Der monatliche Konjunkturindikator der BA-CA zeigt im September eine erkennbare Beschleunigung an. Nach dem Anstieg im August auf 2,1 stieg der Wert im September auf 2,5. „Der September-Wert unseres Indikators bestätigt sehr eindrucksvoll unsere Konjunkturerwartungen“, so die BA-CA-Chefvolkswirtin Marianne Karger. War es im August die Stimmungsverbesserung in der europäischen Industrie, die den Index nach einem halben Jahr Rückgang wieder steigen ließ, so habe im September die österreichische Industrie wesentlich zum Anstieg des BA-CA Konjunkturindikators beigetragen.

Für 2004 ein Wachstum von 2,1 Prozent

Damit bestätige der Konjunkturindikator die Erwartung einer leichten konjunkturellen Beschleunigung schon im zweiten Halbjahr 2003 und lege damit auch den Grundstein für eine weitere Verbesserung in 2004. Die BA-CA erwartet unverändert für heuer 1 Prozent und für 2004 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum in Österreich. Er betont, dass der starke Anstieg im September die Dynamik wahrscheinlich etwas überzeichnet.

Die Ökonomen der BA-CA sehen jedoch weiterhin wenig Risken für den derzeitigen Aufschwung, wohl aber für dessen Fortsetzung ab Mitte des nächsten Jahres. Dies werde davon abhängen, ob die USA einen selbsttragenden Aufschwung schafft und der Euro nicht noch weiter spürbar aufwertet.

Unterstützung finde die Erholung der Wirtschaft derzeit durch die niedrigen Zinsen und in Österreich auch durch budgetäre Maßnahmen, wie etwa die Investitionsprämie oder Investitionen im Infrastrukturbereich, heißt es weiter. Österreichs Wirtschaft profitiere damit verglichen mit Deutschland von fiskalischen Impulsen, der damit induzierten Investitionsnachfrage und von der besseren Konsumentenstimmung. Auch der Außenbeitrag entwickele sich etwas günstiger als in Deutschland. (APA)

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