Handel vor magerem Weihnachtsgeschäft

29. Oktober 2003, 16:58
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Die Verhandlungen im Tarifkonflikt wurden unterbrochen - Gewerkschaft: Angebot war "ein Witz" - Mit Infografik

Wien - Im österreichischen Handel heißt es derzeit: warm anziehen. Die Erwartungen bezüglich des Weihnachtsgeschäftes sind nach einer neuen Umfrage alles andere als rosig. Außerdem streiten die Sozialpartner. Die Arbeitnehmerseite bereitet gewerkschaftliche Maßnahmen vor, das Angebot der Arbeitgeberseite zum Auftakt der diesjährigen Lohnrunde sei ein "Witz" gewesen. Die Lohnrunde wurde unterbrochen. Am 6. November soll ein neuer Anlauf unternommen werden.

Weniger Packerln

Das Linzer Marktforschungsinstitut market hat Mitte Oktober 400 Österreicher und Österreicherinnen zu ihren Einkaufsplänen befragt. Herausgekommen ist, dass jeder dritte Österreicher weniger als im Vorjahr ausgeben will. 57 Prozent wollen gleich viel ausgeben wie letztes Jahr. Am ehesten sitzt das Geld noch bei den unter 29- Jährigen locker.

Bei den geplanten Weihnachtsgeschenken liegen Bekleidung und Schuhe (53 Prozent Nennungen), vor Spielsachen (49 Prozent) und Parfüm/Kosmetik (40 Prozent). Im Vergleich zu den Vorjahren stark aufgeholt haben Einkaufsgutscheine (45 Prozent).

Zeichen stehen "auf Sturm"

Im Tarifkonflikt stehen die Zeichen laut Gewerkschaft "auf Sturm". Die Arbeitnehmer wollen eine Anhebung der KV-Gehälter um 2,7 Prozent und einen Mindestbetrag von 32 Euro. Die Arbeitgeber haben bisher eine Lohnerhöhung um 1,05 Prozent angeboten. (DER STANDARD Printausgabe, 25./26.10.2003, miba, APA)

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    Jeder dritte Österreicher will für Weihnachten weniger ausgeben als im Vorjahr

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