Wiener Städtische plant Slovenien-Expansion

23. Oktober 2003, 12:23
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Niederlassung soll im Mai 2004 ihren Betrieb aufnehmen - Kräftiger Prämienzuwachs

Wien - Die Wiener Städtische Versicherung will nun auch am slowenischen Markt aktiv werden. Bei der lokalen Finanzmarktaufsicht sei der Antrag für eine Niederlassung eingereicht worden, der Start ist für Mai 2004, den Zeitpunkt des EU-Beitritts des Landes, geplant, so Städtische-Generaldirektor Günter Geyer am Dienstagabend. Tätig sein werde die Städtische in der Sach- und Lebensversicherung.

"Rechnen" soll sich das Geschäft in Slowenien nach drei Jahren. An Prämienvolumen seien für das erste volle Jahr rund 5 Mio. Euro geplant, dann wolle man stark wachsen. Sitz der Niederlassung werde Maribor (Marburg) sein, man werde sicher auch in die Haupstadt Ljubljana (Laibach) gehen. Der slowenische Versicherungsmarkt hat ein Volumen von mehr als 1 Mrd. Euro. Die Pro-Kopf Ausgaben für Versicherungsprämien lagen 2002 bei 590 Euro. In der EU sind es im Vergleich dazu 1.770 Euro.

Bis September mit Prämienplus

Die Wiener Städtische konnte in den ersten drei Quartalen 2003 die direkten verrechneten Prämieneinnahmen um 9,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro steigern. In der Gruppe stieg das Prämienvolumen um 8,5 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Die Auslandstöchter wuchsen um 17,1 Prozent auf 798 Mio. Euro und trugen damit fast 30 Prozent zum Gesamtprämienvolumen bei.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) soll in der AG heuer zumindest das Vorjahresniveau von 20 Mio. Euro erreichen, "realistisch" sei auch das Wunschziel von 30 Mio. Euro, so Günter Geyer. In den ersten neun Monaten belief sich das EGT auf 15,6 Mio. Euro. Das Finanzergebnis lag bei 160 Mio. Euro. Die Combined Ratio (Schaden/Kostensatz) in der Schaden-Unfallversicherung soll 2003 bei rund 95 Prozent liegen. (APA)

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