Gusenbauer bedauert Schwarz-Grün

23. Oktober 2003, 18:20
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Grüne bleiben für SP-Chef aber erster Ansprechpartner

Wien - Auch nach der gestern beschlossenen Zusammenarbeit zwischen ÖVP und Grünen in Oberösterreich bleiben Letztere der erste Ansprechpartner für die SPÖ. Das hat SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer im Ö1-Radio-Morgenjournal am Mittwoch bestätigt. Aber - Gusenbauer richtete eine Warnung an die Grünen: Schwarz-Blau im Bund habe dazu geführt, dass die ÖVP nach rechts gerückt sei - nun stelle sich die Frage, wie sich das Bündnis in Oberösterreich auf die Grünen auswirken werde. Gusenbauer bedauert die Einigung in Oberösterreich, weil die SPÖ-Wähler enttäuscht sein werden.

Die Meinungsforschung sieht nun die Chancen der Grünen in der Bundespolitik steigen. Politologe Fritz Plasser in Ö1: Die ÖVP "wird die grüne Karte noch stärker prüfen". Auch deshalb, weil der "steigende Profilierungsbedarf" der FPÖ die "Konfliktintensität" erhöhen werde. Rot-Grün wäre nach Meinung von Anton Pelinka zwar nach wie vor eine Alternative, allerdings erst nach einer Nationalratswahl. An einen fliegenden Koalitionswechsel glaubt er nicht. (APA)

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