Das Ziel: "Zero Emissionen in Kerngebieten"

28. Oktober 2003, 13:07
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Saubere Kraftstoffe im Mittelpunkt eines internationalen Experten-Workshops an der TU Wien

Wien - Saubere Kraftstoffe und "Zero Emissionen" in Kerngebieten standen im Mittelpunkt eines internationalen Experten-Workshops an der Technischen Universität (TU) Wien. Der wachsende Schwerverkehr und die steigende Zahl von Dieselfahrzeugen ist laut den Fachleuten Schuld an dem seit einigen Jahren steigenden Stickstoffdioxid-Ausstoß.

TU Wien, ÖAMTC Akademie und die Wiener Linien haben sich dem Projekt "Umweltfreundliche urbane Bus- und Güterverkehrssysteme" verschrieben, das im Rahmen des Forschungsprogramms Austrian Advanced Automotive Technology (A3) des Verkehrsministeriums vorgestellt wurde. Ziel ist es, "die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um die Attraktivität von 'Zero Emissionen in Kerngebieten' für Wirtschaft und Handel zu wecken", sagte Christine Zach, Geschäftsführerin der ÖAMTC Akademie.

"Cleaner Drive"

Mit der Aktion wollen sich die Fachleute am EU-Projekt "Cleaner Drive" orientieren, das die Forderung des Marktes nach neuen Fahrzeugen und Antriebssystemen evaluiert und durch umwelttechnische Vorteile begründet. So habe eine Simulation gezeigt, das eine Verdoppelung der alternativen Fahrzeuge bis 2010 durch eine geeignete Steuerpolitik eine Reduktion der CO2-Emissionen um acht Prozent bringen könnte. Ohne lenkende Mechanismen würde die Einsparung nur rund vier Prozent ausmachen.

Trotz einer ständigen Senkung der erlaubten Abgaswerte wurde in den vergangenen Jahren ein Anstieg der Partikel- und der NOx-Emissionen in Ballungsräumen festgestellt, so Univ.-Prof. Ernst Pucher von der TU. Deshalb sei eine Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnologie hin zu extrem abgasarmen und in bestimmten Situationen abgasfreien Antriebskonzepten unbedingt nötig. Derzeit gebe es allerdings noch große Informationsdefizite bei den Entscheidungsträgern.

Gas

Gasmotoren sind laut den Experten derzeit wichtige Alternativen, wenn es um saubere Kraftstoffe geht. Die Wiener Linien etwa setzen seit Jahren Flüssiggas-Busse ein. Beim ÖAMTC wird ein von Opel entwickeltes Serienfahrzeug mit Erdgasmotor für Pannenhilfen verwendet. (APA)

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