Selbst-Reparatur von Krebszellen blockiert

21. Oktober 2003, 17:30
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Forscher verhindern, dass Wirkung von Strahlen- oder Chemotherapie wieder zunichte gemacht wird

Baltimore - Ein Team der Johns Hopkins University hat ein Verfahren entwickelt, das Krebszellen daran hindert, den durch Bestrahlung oder Medikamente verursachten Schaden wieder zu reparieren. Mittels Gentechnologie wurde die Produktion der Reparaturproteine von Krebszellen um rund 90 Prozent verringert.

Krebszellen nutzen winzige Stücke genetischen Materials, die so genannte RNA, um Reparaturproteine zu produzieren. Die Wissenschaftler sabotierten diesen Vorgang durch den Einsatz von RNA, die die Produktion dieser Proteine unterbrach. Der leitende Wissenschaftler Theodore DeWeese erklärte laut BBC, dass durch den Abbau der Möglichkeit diese Proteine herzustellen, die Fähigkeit der Krebszellen eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung auszuhalten zerstört wird. Die Forschungsergebnisse wurden auf einer Konferenz der American Society for Therapeutic Radiology and Oncology präsentiert. (pte)

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