Verbesserter Laser-Einsatz am Auge

21. Oktober 2003, 16:30
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ETH Zürich entwickelt neue Technik, die unerwünschte Nebeneffekte minimiert

Zürich - Bessere Resultate bei der Korrektur von Sehfehlern mit Laser-Chirurgie bringt eine neue Technik, die an der ETH Zürich entwickelt worden ist. Rund 30 Prozent der Patientinnen und Patienten, die ihren Sehfehler mit Laser-Technik beheben lassen, leiden nach dem Eingriff an neuen Problemen - vor allem bei Dunkelheit. Sie sehen beispielsweise doppelte Bilder oder werden von Lichteinfällen gestört. Um diese Störungen beheben zu lassen, müssen sie eine zweite Behandlung auf sich nehmen. Nicht immer befriedigt das Ergebnis.

Michael Mrochen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ETH-Institut für Biomedizinische Technik, hat nun eine neue Technik entwickelt, welche erstens die Rate von Zweitbehandlungen auf rund fünf Prozent senkt und zweitens unerwünschte Nebeneffekte von Erstbehandlungen beim nachfolgenden Eingriff zufrieden stellend beseitigt, wie die ETH am Dienstag mitteilte.

Klinische Studien abgeschlossen

Die von Mrochen entwickelte Technik berücksichtigt, dass das Zusammenspiel von Linse und Hornhaut durch einen Lasereingriff gestört wird. Die Technik werde seit etwa einem Jahr angewendet - nun seien die klinischen Studien abgeschlossen, sagte der Physiker auf Anfrage. In der Schweiz werde sie bisher noch nicht an öffentlichen Spitälern praktiziert.

Für die Entwicklung der weltweit ersten derartigen Behandlungsmethode erhält Mrochen Mitte November den mit 5.000 Dollar dotierten "Troutman Award" der Amerikanischen Gesellschaft für Augenheilkunde. Verliehen wird er im kalifornischen Anaheim. (APA/SDA)

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