Leuchtstoffröhren noch energiesparender

28. Oktober 2003, 13:07
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LightMOS-Chip soll Stromverbrauch um etwa ein Viertel senken

München - Mit einem neuartigen Chip will Infineon den Stromverbrauch von Leuchtstoffröhren um etwa ein Viertel verringern. "Mit dem LightMOS-Chip ist es uns gelungen, eine leistungsfähige Diode im Chip-Design zu integrieren", sagte der zuständige Marketing-Manager Andreas Urschitz.

Leuchtstoffröhren, wie sie vor allem in Büros und öffentlichen Gebäuden, zum Teil aber auch in Privatwohnungen eingesetzt werden, benötigen ein so genanntes Vorschaltgerät. Dieses Bauteil sorgt für die Zündung der Leuchtstoffröhre und versorgt sie mit einer möglichst konstanten Spannung. Von den rund 600 Millionen Leuchtstoffröhren, die jährlich weltweit produziert werden, haben noch etwa 500 Millionen ein konventionelles, magnetisches Vorschaltgerät mit Spulen, einem Kondensator und einem Zünder. Erkennbar macht sich diese Technik bereits beim Einschalten der Leuchtstoffröhre mit einem typischen Flackern. Leuchtstoffröhren lassen sich nur dann dimmen, wenn sie ein elektrisches Vorschaltgerät haben.

Infineon erwartet, dass sich der Anteil der elektrischen Vorschaltgeräte nach der Markteinführung des LightMOS-Chips im ersten Quartal 2004 innerhalb von zwei bis vier Jahren verdoppeln wird. Dies sei ein riesiger Wachstumsmarkt, sagte Urschitz im AP-Gespräch. "Bei der Belieferung der Leuchtstoffröhrenhersteller mit Chips für elektrische Vorschaltgeräte wollen wir bis 2005 die Nummer eins sein." Mit einem Stückpreis von weniger als 25 Cent pro Bauteil - ein Vorschaltgerät benötigt zwei davon - sind die Chips nach Angaben von Infineon um 15 Prozent günstiger als bisher. (APA/AP)

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