One dreht Betriebsergebnis deutlich ins Plus

30. Oktober 2003, 12:20
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EBIT-Steigerung gegenüber dem 1. Halbjahr 2002 von 640 Prozent - UMTS-Netzabdeckung von 23 Prozent

Der drittgrößte österreichische Mobilfunkbetreiber One, mehrheitlich im Besitz der deutschen E.ON, feiert sein fünfjähriges Bestehen mit einem deutlich gestiegenen Betriebsergebnis. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2002 drehte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 640 Prozent von minus 4,6 auf plus 24,9 Mio. Euro zu, erklärte am Dienstag One-Chef Jorgen Bang-Jensen vor Journalisten. Die Eigenkapitalquote liege bei 50 Prozent, die Zinsbelastung bei "unter 3,5 Prozent", bei der Kreditrückzahlung sei man schneller als der ursprüngliche Zeitplan.

Vor allem bei den Klein- und Mittelbetrieben zugelegt

Beim Umsatz konnte der Mobilfunker von 291,8 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2002 auf 327,5 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten heuer zulegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) erhöhte sich um 48 Prozent von 70,2 Mio. Euro auf 103,6 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge stieg in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres nach One-Angaben von 24 auf 32 Prozent. One habe vor allem bei den Klein- und Mittelbetrieben zugelegt. Die Investitionen erhöhten sich von 27,9 auf 32 Mio. Euro.

Vorzeitige Rückzahlung

"One ist voll ausfinanziert und konnte heuer sogar eine vorzeitige Rückzahlung der Projektfinanzierung leisten", so der Däne Bang-Jensen, der seit Oktober 1997 die Geschicke von One leitet. Die Investitionen des heurigen Jahres gingen vor allem in den UMTS-Ausbau: Derzeit habe man einen Bevölkerungs-Abdeckungsgrad von 23 Prozent, gestartet werde mit der dritten Mobilfunkgeneration wenn es "ein bis zwei funktionierende Handys gibt". Nach Ansicht von Bang-Jensen, wird das erste wirklich taugliche Gerät das Nokia 7600 sein, das für Dezember 2003 angekündigt sei. Mitbewerber Hutchison ("3"), hat erst kürzlich festgestellt, dass bereits genug UMTS-Handys am Markt wären; "3" hat derzeit 4 UMTS-Handys im Angebot.

m-Parking

Zuversichtlich gibt man sich bei One bezüglich einer Einigung mit der Stadt Wien beim m-Parking, der Bezahlung des Parkscheins mittels Handy. Während derzeit Platzhirsch Mobilkom Austria bei der Abwicklung die Nase vorne hat, soll in wenigen Wochen auch One über eine Direktbezahlmöglichkeit über die Handyrechnung verfügen, so Bang-Jensen. Jedenfalls seien von den vor kurzen gemeldeten 20.000 m-Parking-Kunden 11.000 von One.

Streit um 1800er-Mobilfunkfrequenzen

Beim Streit um die Nutzung der 1800er-Mobilfunkfrequenzen, auf denen die Mobilkom und Mitbewerber T-Mobile nach einem Verwaltungsgerichtshof-Entscheid vom 9. September 2003 derzeit ohne Zuweisungsbescheid funken, wartet One auf eine Entscheidung der zuständigen Telekom Control Kommission (TKK). Man habe jedenfalls der Fernmeldebehörde, die den Nutzungsbescheid ausstellt, über die weitere Nutzung des 1800er-Netzes durch Mobilkom und T-Mobile informiert. (APA)

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