Höhere Müllgebühren machen Altpapier-Sammlung attraktiver

23. Oktober 2003, 19:20
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Neue Deponieverordnung macht Mülltrennung "ökonomisch sinnvoll" - "Deutliche Kostensteigerungen" der Abfallentsorgung

Durch die deutlichen Preiserhöhungen für Abfallentsorgung ab Jänner 2004 wird die verstärkte Sammlung und effiziente Trennung von Altpapier noch attraktiver. "Es ist heute schon günstiger, Altpapier getrennt zu sammeln anstatt in den Restmüll zu werfen. Dieser ökonomische Vorteil wird bedingt durch die neue Deponieverordnung noch weiter gesteigert werden", so der Präsident der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie "Austropapier", Michael Gröller.

"Deutliche Kostensteigerungen"
Grund für die "deutlichen Kostensteigerungen" der Abfallentsorgung seien die gestiegene Mineralölsteuer, die kommende Lkw-Maut (ab 1. Jänner 2004) sowie die künftige Deponieverordnung, die eine aufwendige Behandlung von Restmüll erforderlich mache. Das in Österreich gesammelte Altpapier werde von den Papier- und Kartonfabriken im Produktionsprozess zur Gänze wiederverwertet.

Mehr als 510.000 Tonnen Altpapier im Jahr 2002
Im Jahr 2002 hat die österreichische Papierindustrie 1,9 Millionen Tonnen Altpapier als Rohstoff eingesetzt. Davon mussten 915.000 Tonnen importiert werden. Daher trage das Recyclen von Altpapier "wesentlich zur Sicherung des Standorts bei", argumentiert die Papierindustrie. Im Jahr 2002 wurden in den österreichischen Haushalten mehr als 510.000 Tonnen Altpapier gesammelt. Damit liegt die Pro-Kopf-Sammelmenge in Österreich mit 64 Kilogramm um mehr als ein Drittel über dem EU-Durchschnitt. Eine weitere Steigerung der getrennten Altpapiersammlung sei "umweltgerecht, volkswirtschaftlich sinnvoll und bringt den Haushalten den handfesten Vorteil von Einsparungen", betont die "Austropapier". (APA)

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    Durch die deutlichen Preiserhöhungen für Abfallentsorgung ab Jänner 2004 wird die verstärkte Sammlung und effiziente Trennung von Altpapier attraktiver

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