Schüsse vor Erdöl-Ministerium in Bagdad

22. Oktober 2003, 14:59
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Spontane Protestkundgebung eskalierte: Handgemenge zwischen US-Soldaten und Demonstranten

Bagdad - Bei einer spontanen Protestkundgebung vor dem irakischen Erdöl-Ministerium in Bagdad ist es am Dienstag zu einem Handgemenge zwischen US-Soldaten und Demonstranten gekommen. US- Soldaten hätten auch in die Luft geschossen, um die aufgebrachte Menge zu zerstreuen, berichtete der Fernsehsender "Al Jazeera". Zu den Protesten kam es, weil amerikanische Wachtposten eine Mitarbeiterin des Ministeriums angeblich mit Hilfe eines Spürhundes durchsuchen wollten, die Frau dies ablehnte und deshalb festgenommen wurde.

Hunde gelten im Islam als äußerst unrein. Der Einsatz von Spürhunden, wie ihn die US-Truppen bei Waffendurchsuchungen in Privathäusern gelegentlich vornehmen, wird von den betroffenen Irakern als Verletzung ihrer Würde empfunden. (APA/dpa)

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