Section-Control: Verspätete Strafmandate

23. Oktober 2003, 21:23
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Uhrzeitabweichungen auf Kontrollfotos mussten korrigiert werden - Gund sind EDV-Probleme

Etwa 20.000 Temposünder, die mit Hilfe der neuen Section Control erwischt worden sind, kommen vorerst noch ohne Strafmandat davon: Eine "Kinderkrankheit" der im Wiener Kaisermühlentunnel eingebauten Geschwindigkeitskontrolle sorgt erneut für Verzögerungen in der Bearbeitung, sagte Asfinag-Sprecher Harald Dirnbacher heute, Dienstag. Der Fehler liegt bei der einer falsch eingestellten Uhrzeit, die auf einem Kontrollfoto aufscheinen soll.

Uhrzeitabweichungen

Da im Kaisermühlentunnel ein Wechselverkehrszeichen angebracht sei, das bei Bedarf von den regulären 80 km/h auf 60 km/h umspringt, verlange die Polizei ein zusätzliches Foto, auf dem die Umschaltung auf Tempo 60 nachweisbar ist, sagte Dirnbacher. Die vom EDV-System automatisch auf dem Bild vermerkte Uhrzeit sei jedoch auf eine andere Zeitzone eingestellt gewesen und daher um zwei Stunden abgewichen. Für die Exekutive seien diese Aufnahmen jedoch nicht brauchbar, weshalb man die Bilder nachbearbeiten habe müssen. Der Fehler sei bereits gestern (Montag) behoben worden.

Halbjahresfrist

Falsche Hoffnungen können sich die erwischten Temposünder deshalb aber keineswegs machen: Die Strafmandate werden nicht verfallen, sagte Dirnbacher. Diese würden erst nach einer Halbjahresfrist nicht mehr weiterverfolgt. (APA)

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    "Section Control" mit EDV-Problemen

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