Schweiz: Neuer Nationalrat zu einem Viertel weiblich

21. Oktober 2003, 10:36
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Frauen haben vier Sitze mehr als 1999

Bern - Der Schweizer Nationalrat wird weiter von den Männern dominiert. Mit 51 Mandaten haben die Frauen aber immerhin mehr als ein Viertel der Sitze inne. Damit konnten sie vier Sitze mehr ergattern als 1999.

Wie schon 1999 haben 18 Neue den Sprung in den Nationalrat geschafft. Unter ihnen findet sich auch die bisherige Waadtländer Ständerätin, FDP-Präsidentin Christiane Langenberger. Sollte sie im zweiten Wahlgang für die kleine Kammer bestätigt werden, rückt ein Mann nach. Dann hätte der Rat noch 17 neue weibliche Mitglieder.

Vier Frauen abgewählt

Die Frauen haben gute Chancen, wiedergewählt zu werden. So bringen es die weiblichen Bisherigen dieses Jahr auf 33 Sitze. Nur vier Frauen sind am Sonntag abgewählt worden. Die Männer haben dagegen mehr als fünf Mal so viele Mandate verloren: 21 Nationalräten gelang die Wiederwahl nicht.

Nach Parteien betrachtet haben die Grünen mit sieben weiblichen Abgeordneten oder 53,8 Prozent die höchste Frauenquote. Darauf folgt an zweiter Stelle die SP mit 46,2 Prozent (24 Frauen) und an dritter Stelle die CVP mit 32,1 Prozent (neun Frauen).

Die FDP-Fraktion stellt - die Parteipräsidentin eingerechnet - sechs Nationalrätinnen und hat damit einen Frauenanteil von 16,7 Prozent. Das Schlusslicht bei den Bundesratsparteien bildet mit 5,5 Prozent Frauenanteil die SVP. Von den 55 SVP-Abgeordneten sind drei Frauen. Je eine Frau politisiert bei den Liberalen und der PdA. (APA/sda)

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