Mobiltelefone senkten Selbstmordrate in Finnland

29. Oktober 2003, 10:54
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Am Handy fällt es leichter, über Depressionen zu reden

Mobiltelefone sind einer Studie zufolge verantwortlich für sinkende Selbstmordraten in Finnland. Handys hätten den Finnen zu einem neuen Mittel verholfen, ihre Gefühle auszudrücken, sagte eine Vertreterin des finnischen Statistik-Instituts, die Wissenschafterin Helena Korpi, am Montag in Helsinki.

Leichter

Am Handy falle es ihren Landsleuten leichter, über ihre Depressionen zu reden. Die Wissenschafterin betonte, dies habe dazu geführt, dass die Suizidrate in Finnland auf das Niveau der sechziger Jahre gefallen sei. Allerdings spielten bei dieser Entwicklung auch neue Antidepressiva und Vorbeugungsprogramme für Selbstmordgefährdete ein Rolle.

Vierthäufigste Todesursache

In Finnland ist in der männlichen Altersgruppe von 15 bis 64 Jahren Selbstmord die vierthäufigste Todesursache. Gleichzeitig hat das Heimatland des Handy-Herstellers Nokia eine der höchsten Verbreitungsraten von Mobiltelefonen weltweit. (APA)

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