"Sesamstraße" soll Friedensbeitrag liefern

22. Oktober 2003, 14:26
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Israelisch-arabische TV-Kooperation adaptiert den Klassiker

Brüssel - Für Kinder in Israel, in den Palästinensergebieten und Jordanien produzieren Fernsehgesellschaften der Region eine Sonderausgabe der "Sesamstraße". Das zu gut einem Drittel von der EU finanzierte Projekt "Sesame Stories" soll ein Beitrag für Frieden und Verständigung zwischen den Ländern sein, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel erläuterte. Den Kindern soll ein positives Bild sowohl der jeweils eigenen Kultur als auch der der Nachbarn vermittelt werden.

Als Gegengewicht zu den täglichen Nachrichten über den blutigen Konflikt in der Krisenregion sollen Kindern gemeinsame Werte wie Familie, Heimat, Nachbarschaft und kulturelles Erbe vermittelt werden.

Landesspezifische Figuren

Die Sendungen sind für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren konzipiert. Den Rahmen der Sendung bilden jeweils landesspezifische "Muppets"-Figuren, die Ausgangspunkt für die Geschichten aus der Region sind. Zu sehen sind die "Sesame Stories" bereits auf dem israelischen Kinderkanal "Hop!". JTV in Jordanien und das Ma'an-Netzwerk in den palästinensischen Gebieten strahlen die zunächst 26 Episoden ab diesem Monat aus.

Die Kooperation der drei Sender stützt sich auf die gemeinnützige Organisation "SesameWorkshop" in New York, die bereits seit Anfang der 70er Jahre bei der Konzeption landesspezifischer Adaptionen des Kinderprogramms hilft. (APA)

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    Friedensaktivisten aus der Sesamstraße

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