"Abschreckungswaffen" im Weltraum

21. Oktober 2003, 16:46
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China forscht an Lasern und Raketen - "Schlüssel zur Beherrschung des Alls"

Peking - Die Volksrepublik China forscht an Lasern und Raketen, die als "Abschreckungsstreitkraft" im Weltraum gegnerische Satelliten unschädlich machen können. Dies meldeten staatliche chinesische Medien am Montag unter Berufung auf Experten. Der kürzliche Erfolg der "Shenzhou V"-Mission, Chinas erstem bemannten Raumflug, bedeute, dass das "chinesische Volk den Schlüssel zur Beherrschung des Alls erhalten" habe, sagte ein Angehöriger der Volksbefreiungsarmee dem Magazin "China Business Post".

"Embryonale Form"

"Dies zeigt, dass Chinas Weltraumstreitkraft in embryonaler Form vorhanden ist", ergänzte ein Experte von der chinesischen Verteidigungsakademie. Ein anderer Armeevertreter wurde mit den Worten zitiert: "Es wird bereits an Laserwaffen geforscht, die Satelliten im All angreifen können." Die Entwicklung einer Weltraumstreitkraft diene nur friedlichen Zwecken. "Ziel von Chinas Weltraumtechnologie ist nicht, andere zu bedrohen, sondern eine gewisse Abschreckung herzustellen, um "den Feind ohne Kampf zu schlagen"", sagte der ungenannte Experte unter Berufung auf "Die Kunst des Krieges" des Philosophen Sun Tsu (Sunzi).

Nach Angaben westlicher Experten entwickelt China aus der Dongfeng-31-Rakete einen Satellitenträger, die KT-1, der imstande ist, feindliche Raketen zu blenden oder zu zerstören. "Jedes Hightech-Projekt in China hat automatisch auch eine gewisse militärische Komponente", meinte in der vergangenen Woche der britische Weltraumberater Phillip Clark. (APA/dpa)

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    Seit fünf Tagen gehört China zum Club der Raumfahrernationen, nun will Peking militärische Präsenz im All

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