Motorendröhnen statt E-Gitarren

24. Oktober 2003, 12:51
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Höchstwahrscheinlich Formel 1 zum klassischen "Rock am Ring"-Termin am Nürburgring

Adenau/Frankfurt/Main - Das Pfingst-Musikfestival Rock am Ring auf dem Nürburgring steht auf der Kippe. Weil die Nürburgring GmbH zu Pfingsten im kommenden Jahr lieber Formel-1-Boliden über die Rennstrecke dröhnen lassen will, prüft die Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK) als Veranstalter des traditionell zu Pfingsten stattfindenden Musikspektakels rechtliche Schritte. "Wir haben der Nürburgring GmbH eine Frist bis zum 22. Oktober gesetzt, zu der Terminplanung Stellung zu nehmen und sie rückgängig zu machen", sagte MLK-Sprecherin Katharina Wenisch am Montag.

Bindende Verträge

"Wir haben ja schließlich Verträge - der Termin hätte nicht vergeben werden dürfen." Zum 18. Rock am Ring in diesem Jahr waren 75.000 Karten - gültig über alle drei Konzerttage - verkauft worden. Verhandlungen mit den Künstlern für den 19. Rock am Ring 2004 sind nach Agenturangaben bereits angelaufen - für den Pfingsttermin.

Keine Stellungnahme von Nürburgring GmbH

Der Internationale Automobil-Verband (FIA) hatte vergangene Woche das Formel-1-Programm mit 18 Rennen und dem neuen Termin für das Nürburgring-Rennen bekannt gegeben. Im kommenden Jahr soll demnach der Große Preis von Europa zu Pfingsten (30. Mai) auf dem Nürburgring gefahren werden. Die Nürburgring GmbH lehnte am Montag eine Stellungnahme mit Verweis auf noch laufende Verhandlungen ab. (APA/dpa)

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