Zahl der Anträge in Österreich ist 2003 gesunken

24. Oktober 2003, 08:54
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Rückgang um 16 Prozent im Vergleich zum Jahr 2002 - Großteil der Verfahren eingestellt - mit Infografik

Wien - Die Zahl der Asylanträge ist in Österreich im Jahr 2003 rückläufig. Von Jänner bis Ende September haben nach Daten des Innenministeriums 24.553 Flüchtlinge um Asyl angesucht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 29.258. Nur in 4,26 Prozent der Fälle wurde 2003 Asyl gewährt. Der Großteil der Verfahren, nämlich 83 Prozent, wurde eingestellt. Die meisten Antragsteller dieser Gruppe haben das Land wieder verlassen oder ihren Antrag zurück gezogen. 12,75 Prozent der Fälle wurden negativ beschieden.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Asylanträge heuer um rund 16 Prozent gesunken. Mit über 39.000 Anträgen gab es 2002 auch den bisherigen Rekordwert. Zwischen 1997 und 2002 gab es fast durchwegs Steigerungen.

Die antragstärkste Nation in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres ist die Russische Föderation mit 4.907 Personen. An zweiter Stelle liegt die Türkei mit 2.252 Anträgen, gefolgt von Indien (2.115) und Afghanistan (2.033). Die Anerkennungsquote liegt bei Asylwerbern aus der Russischen Föderation bei 62 Prozent, aus der Türkei bei zwölf und aus Afghanistan bei 63 Prozent. Bei Flüchtlingen aus Indien liegt die Anerkennungsquote bei null. (APA)

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