Zusätzliches Emblem für das Rote Kreuz

22. Oktober 2003, 09:40
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Nach Anschlägen auf Fahrzeuge und Einrichtungen der Organisation diskutiert das Internationale Komitee ihr Erscheinungsbild zu erweitern

Genf - Nach Anschlägen auf Fahrzeuge und Einrichtungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) soll über ein neues Emblem diskutiert werden. Geplant sei ein Rechteck, das auf einer Spitze stehe, sagte IKRK-Sprecherin Antonella Notari am Montag in Genf. Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung wolle auf ihrer internationalen Konferenz Anfang Dezember darüber diskutieren.

Der auf einer Spitze stehende, neutrale Rhombus hat deutlich erkennbare rote Kanten. Die weiße Fläche im Inneren könnte leer gelassen werden oder mit einem Roten Kreuz, einem Roten Halbmond oder auch einem Davidstern versehen werden, berichtete der Schweizer "SonntagsBlick".

Anlass für ein zusätzliches Emblem sind unter anderem Staaten wie Israel und Äthiopien, die sich für keines der beiden bisherigen Embleme - Rotes Kreuz und Roter Halbmond - entscheiden wollten. Für die Schaffung eines zusätzlichen Emblems ist ein drittes Zusatzprotokoll zu den Genfer Konventionen nötig, das von den 189 Unterzeichnerstaaten der Genfer Konventionen verabschiedet werden muss.(APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Eine Kolone des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Monrovia, Liberia

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