RuhrTriennale: Kooperation statt "dreinpfuschen"

25. Oktober 2003, 00:00
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Flimm setzt auf Zusammenarbeit mit anderen Festivals der Region: "dann pfuschen wir uns nicht gegenseitig ins Handwerk"

Bochum - Der kommende Intendant der RuhrTriennale, Jürgen Flimm, will die Zusammenarbeit mit den übrigen Festivals im Revier verbessern. "Wir wollen den Start der Triennale jeweils in den Spätsommer verlegen, dann pfuschen wir uns nicht gegenseitig ins Handwerk", kündigte Flimm am Sonntag in Bochum an. Schließlich gebe es im Frühjahr neben den Ruhrfestspielen noch rund 30 weitere Festivals im Ruhrgebiet. Eine Konzentration auf die zweite Jahreshälfte könne auch helfen, mit dem um 10 Prozent auf 38 Millionen Euro gekürzten Budget für drei Jahre auszukommen.

"Neu-gieriges" statt "alt-gieriges" Publikum

Nach den Plänen Flimms sollen sich die Ruhrfestspiele unter dem neuen künstlerischen Leiter Frank Castorf im wesentlichen auf das Schauspiel und die Triennale auf das Musiktheater konzentrieren. Dabei will Flimm auch seine eigenen Vorlieben verwirklichen. "Ich träume schon lange davon, beispielsweise Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten" oder Luigi Nonos "Prometheo" zu produzieren". Der derzeitige Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele wittert im Ruhrgebiet die Chance, wirklich Neues zu verwirklichen. "Hier gibt es ein eher neu-gieriges als ein alt-gieriges Publikum, das nur nach dem Bestehenden verlangt." (APA/dpa)

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